
Matcha vs Hojicha: Alles über den Koffeingehalt
Die Koffein-Frage: Matcha, Hojicha und alles dazwischen
Wenn Sie sich jemals gefragt haben, wie viel Koffein in Ihrer Tasse Matcha steckt — oder ob Hojicha wirklich so koffeinarm ist, wie behauptet wird — sind Sie nicht allein. Der Koffeingehalt ist eine der häufigsten Fragen, die wir bei Maison Genkai erhalten, und die Antwort ist differenzierter als eine einfache Zahl.
Koffeingehalt: Die Zahlen
Hier sind die wissenschaftlichen Daten zum Koffeingehalt pro Standardportion (240 ml):
| Getränk | Koffein (mg) |
|---|---|
| Matcha | 60–80 mg |
| Hojicha | 7–20 mg |
| Sencha (Grüntee) | 30–40 mg |
| Schwarztee | 40–70 mg |
| Filterkaffee | 95–200 mg |
Matcha enthält etwa die Hälfte des Koffeins von Kaffee, während Hojicha nur einen Bruchteil enthält — manchmal nur 7 mg pro Tasse. Damit ist Hojicha eine der koffeinärmsten Optionen in der Teewelt.
Warum sich Matcha-Koffein anders anfühlt als Kaffee
Jeder, der von Kaffee auf Matcha umgestiegen ist, bemerkt den Unterschied sofort. Kein Spike, kein Crash, keine zittrigen Hände. Das Geheimnis liegt im L-Theanin, einer Aminosäure, die in hoher Konzentration in schattengewachsenen Teeblättern vorkommt.
Matcha enthält etwa 20 mg L-Theanin pro Portion — fünfmal mehr als normaler Grüntee. L-Theanin fördert die Alpha-Gehirnwellenaktivität, denselben Zustand, der bei der Meditation erreicht wird. In Kombination mit Koffein entsteht das, was Forscher als ruhige Wachheit beschreiben: anhaltende Konzentration ohne Angst.
Kaffee hingegen liefert Koffein schnell in den Blutkreislauf, ohne L-Theanin zur Modulation. Deshalb erzeugt Kaffee oft einen scharfen Energieanstieg, gefolgt von einem Crash 2–3 Stunden später.
Warum Hojicha so wenig Koffein hat
Hojicha wird aus derselben Camellia-sinensis-Pflanze wie Matcha hergestellt, aber die Blätter werden bei hohen Temperaturen (150–200°C) geröstet. Dieser Röstprozess baut Koffeinmoleküle ab und reduziert den Koffeingehalt um bis zu 80 % im Vergleich zu ungeröstetem Grüntee.
Zudem wird Hojicha typischerweise aus grösseren, reiferen Teeblättern und Stängeln (Kukicha-Stil) hergestellt, die von Natur aus weniger Koffein enthalten als die jungen, schattengewachsenen Blätter, die für Matcha verwendet werden.
Wann welchen trinken
Matcha — Morgens bis früher Nachmittag. Die 60–80 mg Koffein gepaart mit L-Theanin machen ihn ideal für konzentrierte Arbeitsphasen. Die Energie hält 4–6 Stunden ohne Crash an. Perfekt als Kaffeeersatz.
Hojicha — Nachmittag bis Abend. Mit nur 7–20 mg Koffein hält Hojicha Sie nicht wach. Sein warmes, geröstetes Aromaprofil macht ihn zu einem wohltuenden Abendgetränk. Viele unserer Kunden in der Schweiz geniessen ihn nach dem Abendessen als Digestif.
Gesundheitsvorteile jenseits von Koffein
Sowohl Matcha als auch Hojicha sind reich an Antioxidantien (Catechine), wobei Matcha aufgrund des Schattenanbaus, der die Chlorophyll- und EGCG-Produktion steigert, deutlich mehr enthält. Matcha liefert etwa 137-mal mehr EGCG als Standard-Grüntee.
Hojicha ist zwar ärmer an Catechinen, aber aussergewöhnlich magenfreundlich — der Röstprozess reduziert Tannine, was ihn für Menschen mit empfindlicher Verdauung oder diejenigen geeignet macht, die Grüntee zu herb finden.
Unsere Empfehlung
Wenn Sie ein morgendliches Energie-Ritual suchen, das Kaffee ohne Nervosität ersetzt, ist unser zeremonieller Matcha aus Yame, Fukuoka die richtige Wahl. Für eine abendliche Entspannung oder eine sanfte Einführung in japanischen Tee wird unser handwerklicher Hojicha in kleinen Chargen von unseren Partnerfarmen in Japan geröstet.
Beide verdienen einen Platz in Ihrem Alltag — Matcha, um den Tag mit Klarheit zu beginnen, Hojicha, um ihn mit Ruhe zu beenden.